|
Die Flexibilisierung von Arbeitsmärkten wird von den meisten
politischen und ökonomischen Akteuren als ein Allheilmittel zur Steigerung der
Wettbewerbsfähigkeit betrachtet. Bieten jedoch die Beschäftigungssysteme und
sozialen Sicherungssysteme den Beschäftigten die entsprechenden sozialen Anreize
– d.h. abgesicherte, qualifizierende und anerkannte Übergänge zwischen (bzw.
Kombinationen von) beruflichen Tätigkeiten - an, die gleichzeitig die
Flexibilität des Arbeitsvermögens erleichtern und legitimieren?
Zur empirischen Beantwortung dieser Frage befasst sich diese
Studie mit einer spezifischen Form der atypischen Beschäftigung – der
Mehrfachbeschäftigung. In einem ersten Schritt werden auf der Basis von
OECD-Daten, die verschiedenen beruflichen Profile, die sich hinter diesem
Schlagwort verstecken, dargestellt – von sogenannten post-modernen Arbeitsformen
bis hin zu archaischen und „bad jobs“. Die Studie konzentriert sich dann
in einem zweiten Schritt auf die weiterbildungs- und sozialpolitischen Fragen,
die sich bei der Entwicklung von einer qualifizierenden und gesicherten
Mehrfachbeschäftigung stellen. Dies wird am Beispiel einer französischen
Fallstudie deutlich gemacht. Der französische Fall liefert ein gutes Beispiel
für die Trägheit von Beschäftigungssystemen, die den Wandel von „normaler“
Beschäftigung – d.h. von Vollzeitbeschäftigung an einem Arbeitsplatz von Männern
– hin zu flexibleren Beschäftigungsformen erschweren. |
|
>PDF
(584K)
Vollständiger Text
46 Seiten
Bestell-Nr.:
FS I 02-201
|
|