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● Entwicklung von Erklärungsmodellen für die Wahl von
Arbeitsmarktpolitiken Projektleitung:
PD Dr. Michael Neugart
Laufzeit: September 2004 bis Oktober 2005, Wiederaufnahme: Oktober
2006-August 2007
Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Ziel des Forschungsprojekts ist es, formale Erklärungsmodelle zu erarbeiten,
die Aufschluss darüber geben, warum in Gesellschaften bestimmte
Arbeitsmarktpolitiken zum Tragen kommen. Damit geht das Projekt über bisherige
Versuche ökonomischer Forschung hinaus, die sich mit der Effizienz von
Arbeitsmarktpolitiken beschäftigen. Zentral ist vielmehr die Frage, wie
Unterschiede in der Wahl arbeitsmarktpolitischer Instrumente erklärt werden
können. Unter Verwendung von Methoden aus den Wirtschaftswissenschaften soll die
Politikwahl von Akteuren untersucht werden, denen die Auswirkungen von
arbeitsmarktpolitischen Instrumenten auf die Performanz von Märkten bewusst
sind.
In der Arbeitsmarktpolitik gibt es zwischen Ländern eine beträchtliche
Varianz - gemessen an Indikatoren, wie etwa der Höhe der finanziellen
Absicherung von Arbeitslosen, des Umfangs aktiver Arbeitsmarktpolitik oder der
Strenge von Kündigungsschutzregelungen. Gerade diese Unterschiede zwischen
Ländern und teilweise auch im Zeitablauf machen die Arbeitsmarktpolitik für die
Entwicklung von Erklärungsmodellen von Politik besonders wertvoll.
Im Forschungsprojekt wird davon ausgegangen, dass Institutionen, wie etwa
Wahlsysteme, Gesetzgebungsverfahren oder der Einfluss von Interessengruppen
sowie die Reaktion der Märkte auf arbeitsmarktpolitische Instrumente wichtige
Erklärungsfaktoren für die Existenz und Ausprägung von Arbeitsmarktpolitiken
darstellen. |