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Bildung, Arbeit und LebenschancenArbeitsmarktpolitik und Beschäftigung

Bildung, Arbeit und Lebenschancen

Abteilung Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigung





Seminar „Übergangsarbeitsmärkte“



Strategien einer flexiblen Beschäftigungsversicherung    

 

Zielsetzung

Das tradierte Ziel der Vollbeschäftigung ist nicht mehr zeitgemäß. Es beruhte auf einem impliziten „Geschlechtervertrag“, der den Männern die „Ernährer-“ und den Frauen die „Hausfrauenrolle“ zuwies. Dieser traditionelle Geschlechtervertrag wurde durch einen "Generationenvertrag" ergänzt, in dem die gegenwärtige (vor­wiegend männliche) Erwerbsbevölkerung die Generation der Jungen und Alten alimentiert (Umlagesystem). Beide impliziten Verträge müssen sich an die verän­derte Arbeitswelt anpassen, und die Arbeitsmarktpolitik muss sich an entspre­chend neuen Leitbildern orientieren. Ein zentrales Element eines solchen Leit­bildes sind Übergangsarbeitsmärkte, d.h. institutionelle Arrangements, die sozial gesicherte Übergänge zwischen unbefristeter Vollzeitbeschäftigung („Normal­arbeitsverhältnis“) und anderen Formen der Beschäftigung (z.B. Zeitarbeit, Teil­zeitarbeit, Selbständigkeit) oder produktiver Tätigkeiten (wie Kindererziehung und Pflege) regeln. Übergangsarbeitsmärkte können deshalb auch als Strategie einer flexiblen Beschäftigungsversicherung verstanden werden, die nicht nur Arbeitslosigkeit und Rente, sondern auch Einkommensausfälle infolge variabler Beschäftigungsverhältnisse während des Erwerbsverlaufs sichert. Ziel des Seminars ist, die Übergangsarbeitsmärkte theoretisch zu prüfen und in Ländern unterschiedlich geprägter Wohlfahrtssysteme ihre verschiedenen Formen inter­national zu vergleichen.

Materialien und Vorträge

Vortrag von Silke Kull am 06.05.2002: "Übergangsarbeitsmärkte - Einführung in wichtige Indikatoren der Arbeitsmarktforschung"

 

 
  Dozent:
Professor Dr. Günther Schmid
> gues@wzb.eu
   
  Tutorin:
> Silke Kull
> kull@wzb.eu
   
> Seminarplan


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