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Bildung, Arbeit und LebenschancenArbeitsmarktpolitik und Beschäftigung

Bildung, Arbeit und Lebenschancen

Abteilung Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigung





Projektfeld Arbeitsmarkt und Sozialstaat: Formen der sozialen Sicherung von Arbeitsmarktrisiken im Lebenslauf - Risikomanagement durch Übergangsarbeitsmärkte


 

  Der Restrukturierung der Schnittstelle Arbeitsmarkt und Sozialstaat wird mittlerweile die größte Bedeutung für die Lösung der anhaltenden bzw. ständig drohenden Beschäftigungskrise in Europa beigemessen. Während die Projekte in den anderen Forschungsbereichen Einzelaspekte dieser großen Frage angehen, sollen diese in diesem Forschungsbereich theoretisch und empirisch gebündelt bearbeitet werden. Die These der Abteilung ist, dass die regulative Idee der Übergangsarbeitsmärkte ein wissenschaftlich fruchtbarer Ansatz ist, den zum Teil noch vagen Ideen des „aktivierenden“ Sozialstaats, des „Sozialinvestitionsstaats“, der „präventiven“ oder „proaktiven“ Arbeitsmarktpolitik für den Bereich des Arbeitsmarkts operationale Gestalt zu geben. Dem Konzept des Risikomanagements durch Übergangsarbeitsmärkte liegt die Annahme zugrunde, dass durch präventive Risikovorsorge typischer Erwerbsrisiken im Erwerbsverlauf - Risiko der falschen Berufswahl, der Veralterung erworbener Qualifikationen, der Veränderung der Berufswünsche, der schwankenden Arbeitskräftenachfrage, der Veränderung eigener Erwerbswünsche oder Arbeitszeiten, der Entlassung oder der eigenen Kündigung, der Familiengründung oder anderer Veränderungen der persönlichen Umwelt (Scheidung oder Umzug des Lebenspartners), chronischer Krankheit oder Leistungsminderung durch Behinderung und Alter - das große katastrophale Risiko der Langzeitarbeitslosigkeit für Individuen, Wirtschaft und Gesellschaft weitgehend vermieden werden kann.

Diese Risiken sind nicht neu, treten aber häufiger und für viele Erwerbspersonen zunehmend kumuliert auf. Es stellen sich Fragen wie: Welche Anpassungsprozesse der Arbeitsmarktpolitik sind in den Europäischen Beschäftigungssystemen erkennbar? Sind konvergierende oder divergierende Entwicklungen erkennbar? Lassen sich „Gute Praktiken“ erkennen? Sind sie übertragbar? Welches sind die (politisch-ökonomischen) Determinanten eines erfolgreichen Reformkurses? Aber auch ungelöste fundamentale Fragen der sozialwissenschaftlichen Theoriebildung, der Entwicklung einer komplexen Steuerungstheorie („Governance“) insbesondere im Zusammenhang mit dem noch unausgereiften Konzept des Risikomanagements und des geeigneten methodologischen Designs zur vergleichenden Evaluierung von Übergangsprozessen und entsprechender arbeitsmarktpolitischer Reformprozesse sollen hier gemeinsam angegangen werden.

v The tackling of youth unemplyoment and the European Employment Strategy. A Story of Success?
v Wirtschaftliche und soziale Risiken sowie Institutionen auf den Arbeitsmärkten von Künstlern
v Geplante Projekte

 
 

●  The tackling of youth unemplyoment and the European Employment Strategy. A Story of Success?

Dissertationsprojekt: Christian Brzinsky-Fay

Young people are facing increasing problems during their transition between initial education and working life. First, in times of persisting unemployment the chance to find a reasonable and stable job are low in general. Second, because of labour market asymmetries, like lack of information or lower productivity, young people are by definition in a disadvantaged starting position. Third, the transitions from school to work become more complex and prolonged in most European countries.

These problems of young people vary strongly across countries, which not only can be shown by very different levels of youth unemployment. The differences are not only depending on the general economic situation, but above all on the particular institutional setting. In this context, the dual system often is taken as a shining example for integrating a very high share of young people into the labour market in a sustainable way. However, in terms of social exclusion the performance of the dual system seems to be worse, which makes "repairing policies" even in this case necessary.

Active labour market policies in general are strongly connected to both, institutional setting and empirical outcomes (transitions, risks) on the youth labour market. In other words: youth policies modify outcomes of educational respectively training institutions. To analyse the effects of youth transition regimes it is necessary to look at the interaction of policies and institutions. Here we have a fundamental gap in research.

In this context the main questions are:

• How strong are policies determined by institutional settings?
• What makes a policy transferable to other institutions?

Youth unemployment has played a significant role from the very beginning of the Luxemburg process, although its weight was considerably reduced in the 2003 guidelines. However, it can be assumed that youth policies in some countries at least were induced by the European level.

Here the following questions should be answered:

• On the national level, are there changes in policy making observable?
• If so, can these changes be traced to the European Employment Strategy? In other words: Can you talk of policy learning and/or policy transfer
   within the EU?
• Did interventions or reforms affect only policies or even institutions?
• Are there processes of convergence respectively divergence observable?

Policies on the member states level regarding youth labour market usually include a couple of actors. In the field of initial vocational education social partners play an important role. For example, the dual system in Germany is based on very formalised agreements of employers, trade unions and the state, and is, therefore, an paradigm for transitional labour markets. Nevertheless, the discussion about the future of the dual system is focused on the fact that firms do not offer enough training places to young people, which puts attention to the demand side of the youth labour market.

• Are there (successful) policies to motivate firms to offer more training places?
• If not, how could it be managed to fit the interests of firms in different employment regimes?

 

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  ●  Wirtschaftliche und soziale Risiken sowie Institutionen auf den Arbeitsmärkten von Künstlern

Dissertationsprojekt: Carroll Haak

WZB Discussion Paper zum Projektthema

Carroll Haak: Von Künstlern lernen: Mehrfachbeschäftigung, Bildung und Einkommen auf den Arbeitsmärkten von Künstlern
SP I 2006 – 123 > Abstract –  >PDF

Carroll Haak: Künstler zwischen selbständiger und abhängiger Erwerbsarbeit
SP I 2005 – 107 > Abstract   >PDF

 

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  Geplante Projekte

Zukünfte gesellschaftlicher Arbeit

Buchprojekt (geplant): Prof. Dr. Eckart Hildebrandt

Verschiedene Entwicklungstrends der Erwerbsarbeit, die mit ihrer Technisierung und Verwissenschaftlichung, mit der Globalisierung und Informationstechnisierung verbunden sind, haben zur Relativierung gesellschaftlicher Leitbilder, zur Erosion von Institutionen und Normen geführt. Darüber ist ein sehr heterogener Diskurs zur „Zukunft der Arbeit“ entstanden. Es soll versucht werden, diesen Diskurs zu systematisieren und die Plausibilität verschiedener Zukunftsentwürfe zu prüfen. Ziel ist ein „erweiterter Arbeitsbegriff“, der auf dem Konzept der Nachhaltigkeit aufbaut, d.h. Aspekte der sinnvollen Tätigkeit, der Versorgung und der Teilhabe über Arbeit einbezieht. Dabei sollen auch unterschiedliche internationale Entwicklungen, die Dynamiken informeller Arbeit und die Frage allgemeiner Grundrechte der Arbeit Berücksichtigung finden.

 

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