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Wolf-Dieter Eberwein, 1943 in Stuttgart geboren, wuchs in Genf, Schweiz, und
Kairo auf. 1963, Nach dem Abitur am Kepler-Gymnasium in Freudenstadt absolvierte
er ein zweijähriges Redaktionsvolontariat beim Schwarzwälder
Boten. Von 1965 bis 1970 studierte er Politikwissenschaft am
Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin, das er 1970 abschloss. Nach
einem einjährigen Studienaufenthalt an der McGill University in Montreal,
Kanada, arbeitete er von 1971-1973 als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof.
Karl Kaiser an der Universität Saarbrücken. Von 1973 bis 1978 war er
Wissenschaftlicher Assistent an der Fakultät für Soziologie der Universität
Bielefeld, wo er 1975 zum Dr. soz. wiss. promovierte (Strukturwandel und
Anpassung des Auswärtigen Amtes, 1950-1973). 1972 und 1977 kamen Aufenthalte an
der University of Michigan in Ann Arbor hinzu. 1982 habilitierte er sich am
Fachbereich Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin. Seit 1998 ist er
apl. Professor an der Universität Leipzig. Seit Ende 1978 ist er am
Wissenschaftszentrum Berlin beschäftigt, zunächst als Wissenschaftlicher
Mitarbeiter im Institut für Vergleichende Gesellschaftsforschung unter der
Leitung von Prof. Dr. Karl W. Deutsch. Seit 1998 ist er Leiter der Arbeitsgruppe
Internationale Politik.
Gastprofessuren führten ihn an das Institut des Hautes Etudes Internationales
in Genf (1990-1991) sowie an das Institut d'Etudes Politiques Grenoble,
Frankreich (2002). 1994 und 1995 war er für drei bzw. zwei Monate Directeur de
Recherche Associé, Maison des
Sciences de l'Homme, in Paris.
Er ist u.a. Mitglied des Governing Council (2000-2003) der International
Studies Association, seit 1990 Mitglied der Standing Group of International
Relations des European Consortium for Political Research (ECPR). Von 1998-2000
war er Wissenschaftlicher Direktor des European University Centers for Peace
Studies in Burgschlaining, Österreich. Von 1993-1997 war er wissenschaftlicher
Berater in Berlin der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Seit 2001
ist er Mitglied im Koordinierungsausschuss für Humanitäre Hilfe beim Auswärtigen
Amt. Im Jahre 2000 führte er eine größere Evaluierungsstudie für das Deutsche
Rote Kreuz auf dem Balkan durch.
Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Theorien internationaler
Politik, insbesondere internationale und innerstaatliche Gewalt,
Konfliktprävention, Außen- und Sicherheitspolitik, Politik der Humanitären
Hilfe. |
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