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Beendete ForschungsprogrammeSozialstruktur und Sozialberichterstattung

Beendete Forschungsprogramme

Abteilung Sozialstruktur und Sozialberichterstattung





Risiken sozialer Ausgrenzung. Empirische Analysen zu prekären Lebenslagen und sozialen Teilhabechancen (Dissertation)
(Diese Abteilung beendete ihre Arbeit Ende Dezember 2002)

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Bearbeitung durch:

Dipl.-Soz. Petra Böhnke

Kontakt:

 Böhnke, Petra (Tel. 030-25491-372, e-mail: boehnke@medea.wzb.eu)

Inhaltsbeschreibung:

Soziale Ausgrenzung beschreibt in jüngster Zeit in Politik und Wissenschaft das Risiko bestimmter Bevölkerungsgruppen, von Teilhabemöglichkeiten am gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen zu sein. Gesellschaftliche Teilhabe bezieht sich dabei in umfassender Weise auf ökonomische, soziale, kulturelle und politische Aspekte. Prekäre Erwerbsverläufe und Arbeitslosigkeit gelten als Schlüssel für einen solchen Prozess. Definitionen und Dimensionen sozialer Ausgrenzung sind jedoch nicht einheitlich und eine empirische Überprüfung steht zu großen Teilen noch aus. Das Projekt stellt in methodischer Hinsicht den Versuch dar, eine empirische Umsetzung des Ausgrenzungskonzeptes zu leisten, um wesentliche Thesen des Ausgrenzungsdiskurses – Polarisierung der Sozialstruktur, Verwundbarkeit der gesellschaftlichen Mitte, Kumulation sozialer Benachteiligung, geringe Teilhabechancen in prekären Lebenslagen – zu überprüfen. Ihm liegt die Einschätzung zugrunde, dass Indikatoren zur subjektiven Ausgrenzungserfahrung bislang in der empirischen Forschung unzureichend berücksichtigt werden. Es wird gezeigt, wer in Ost- und Westdeutschland vom Risiko sozialer Ausgrenzung betroffen ist und wie relevant einzelne Benachteiligungen für verschiedenen Bevölkerungsgruppen sind, um Ausgrenzungsempfinden zu verursachen. Dabei steht die Frage im Vordergrund, welche Bedingungen sozialstruktureller Art gegeben sein müssen, damit sich objektive Problemlagen in subjektiver Ausgrenzungserfahrung manifestieren. Dies setzt eine umfassende Auseinandersetzung mit den zugrundeliegenden sozialwissenschaftlichen Theorien und der gebräuchlichen Verwendungsweise des Ausgrenzungskonzeptes in Wissenschaft und Praxis voraus. Ausgangspunkt sind dabei jüngste Forschungsergebnisse, die auf einen mehrdimensionalen und dynamischen Zugang zu Armut und sozialer Benachteiligung drängen.

Beginn und (voraussichtliches Ende):

2000ff

Methodische Vorgehensweise:

Sekundäranalyse von Individualdaten, Untersuchungsdesign: Querschnitt, Längsschnitt, Trend, Zeitreihe

Ausgewählte Publikationen:

Böhnke, Petra (2002): Die exklusive Gesellschaft. Empirische Befunde zu Armut und sozialer Ausgrenzung. In: Armutsberichterstattung, Armutsforschung – Und was dann? Neue Wege in der Armutspolitik, Sonderheft Sozialer Fortschritt (im Druck).

Böhnke, Petra (2002): Ausgrenzungserfahrungen. Gesellschaftliche Integration und Teilhabechancen in der Wahrnehmung der Bevölkerung. In: Blätter der Wohlfahrtspflege 4/2002 (im Druck).

Böhnke, Petra & Jan Delhey (2001): Lebensstandard und Einkommensarmut. Plädoyer für eine erweiterte Armutsforschung, in: Barlösius, Eva / Ludwig-Mayerhofer, Wolfgang (Hrsg.): Die Armut der Gesellschaft, Opladen 2001, S. 315-335.

Böhnke, Petra (2001): Nothing left to lose? Poverty and Social Exclusion in Comparison. Empirical Evidence on Germany. WZB discussion paper, FS III 01-402.


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Letzte Änderung: 2002-08-07 17:02