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Bearbeitung durch:
Dr. Wilhelm Hinrichs
Kontakt:
E-mail:
hinrichs@medea.wzb.eu
1.) Teil
»Wohnen«
Inhalt:
Mit dem Projekt werden drei Ziele verfolgt:
Funktionsweise und Wirksamkeit des sozialstaatlichen
Wohnungsversorgungssystems werden unter den Bedingungen der
ostdeutschen Transformation registriert und analysiert; angesichts
zunehmenden Drucks auf die Finanzierung des sozialen Sicherungssystems
werden für Gesamtdeutschland sich abzeichnende Probleme erkundet und
mögliche neue Gestaltungshorizonte ermittelt; schließlich werden
Herausforderungen aus der Internationalisierung der Wohnungsmärkte
definiert. Bisherige Untersuchungen nehmen vor allem die Beschreibung
der individuellen objektiven Wohnbedingungen und die Einstellungen,
Bewertungen und Absichten der Bürger in den Blick. Mit der
Einbeziehung von Strukturen, Institutionen und der Bürgerbeteiligung
wird der Rahmen bisheriger Analysen erweitert.
Methodische Vorgehensweise:
Den theoretischen Rahmen bilden
Theorien der Wohlfahrtsproduktion und des Sozialstaats. In dieser
Perspektive werden vorhandene einschlägige Zeitreihen analysiert. Von
besonderem Wert sind das Wohlfahrtssurvey der Abteilung
„Sozialstruktur und Sozialberichterstattung“ des WZB und das
Sozio-ökonomische Panel des Deutschen Instituts für
Wirtschaftsforschung. Genutzt werden ferner die amtliche deutsche und
internationale Statistik sowie Umfragen der Europäischen Gemeinschaft.
Zeitraum:
1/1996- 12/2003
2.) Teil »Regionale
Mobilität«
Inhalt:
Die Untersuchung von
Raumüberwindung erfolgt unter dem Prinzip von „Freizügigkeit“ als
einem zentralen Wert von Wohlfahrt. Damit umfasst die Analyse von
regionaler Mobilität die Residenzmobilität, die alltägliche zirkuläre
Mobilität als auch die weiträumige Reisefreiheit. Dieser Teil des
Projekts wird ebenfalls im nationalen (z. B. als länderübergreifende
Mobilität innerhalb Deutschlands, Wohnsuburbanisierung, kleinräumige
Wohnungswechsel) und im internationalen Kontext (z. B. als Nutzung von
Freizügigkeit und Niederlassungsfreiheit innerhalb der EU, als Nutzung
von Zuwanderungsregelungen) bearbeitet. Einen Sonderaspekt hat das
Thema für die Ostdeutschen, die ihre Freizügigkeit erst 1990
erlangten.
Methodische Vorgehensweise:
Die Betrachtung der räumlichen
Mobilität unter dem Gesichtspunkt der Freizügigkeit beinhaltet
Anschlüsse an die Theorie der Wohlfahrt und der Zivilgesellschaft. Die
Analysen basieren auf der sozialwissenschaftlichen Umfrage „Sozio-ökonomisches
Panel“ des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung sowie auf
nationale und internationale Wanderungsstatistiken.
Zeitraum:
6/1996-12/2003
Ausgewählte Publikationen:
Hinrichs, Wilhelm (2001):
Sozialstaatliche Sicherung der Wohnungsversorgung in Deutschland, in:
Lars-Hendrik Röller, Christian Wey (Hg.), Die soziale Marktwirtschaft
in der neuen Weltwirtschaft, WZB-Jahrbuch 2001, Berlin: edition sigma,
S. 133-166
Hinrichs, Wilhelm (2001): Wohnen
in Deutschland – wie reaktionsfähig ist der Sozialstaat?, in:
Gegenwartskunde, Jg. 50, Heft 4, S. 521-546
Hinrichs, Wilhelm (2001): Die
Freizügigkeit der Ostdeutschen – vom Wunsch zur Wirklichkeit, in:
Deutschland Archiv, Jg. 34, Heft 5 September/Oktober, S. 747-759
Hinrichs, Wilhelm (2001): Die
Ostdeutschen in Bewegung – Formen und Ausmaß regionaler Mobilität in
den neuen Ländern, in: Wilhelm Hinrichs, Eckhard Priller (Hg.),
Handeln im Wandel. Akteurskonstellationen in der Transformation,
Berlin: edition sigma, S. 251-281
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