Home Home Kontakt Sitemap Suche Impressum English
Beendete ForschungsprogrammeUmweltpolitik

Beendete Forschungsprogramme

Forschungsprofessur Umweltpolitik





Die Rousseau-Frage - ökologisch definiert

Udo E. Simonis (Hg.)

Die Rousseau-Frage - ökologisch definiert

Hat der Fortschritt der Wissenschaften und Künste dazu beigetragen, die Umwelt zu schützen und zu bewahren?

Berlin: ¬edition sigma 2002

 
316 Seiten, Kt.

ISBN 3-89404-227-3

              € 21,90


 
Die Antwort auf die historische Frage der Akademie von Dijon nach dem moralischen Ertrag des Fortschritts hat Jean-Jacques Rousseau vor 250 Jahren weltberühmt gemacht. Heute gilt es, die Frage neu zu formulieren und abermals zu stellen: als Frage nach dem ökologischen Ertrag der Wissenschaften und Künste. Die besten und interessantesten Essays, die Autoren aus zahlreichen (keineswegs nur akademischen) Arbeitsfeldern für einen öffentlichen Wettbewerb hierzu eingereicht hatten, wurden für diesen Band überarbeitet und zusammengestellt.

Die Beiträge liefern ein facettenreiches und differenziertes Bild: Der destruktiven Macht von Teilen der Naturwissenschaften werden die konstruktiven Errungenschaften anderer Teile gegenübergestellt; den ökologisch oft harmlosen Sozial- und Geisteswissenschaften wird mangelndes ökologisches Interesse vorgehalten. Den Künsten wird im Allgemeinen ein großes Potenzial für den Schutz der Natur attestiert, das aber eigentlich erst noch aktiviert werden müsste. Das Leitbild der Nachhaltigkeit sehen viele als Chance der Integration der Wissenschaften an, die damit – zumindest in der Zukunft – den zu fordernden Beitrag leisten könnten.

Inhalt

Udo E. Simonis: Einführung - Die Rousseau-Frage heute

VON DEN ZERSTÖRUNGSTENDENZEN DER WISSENSCHAFTEN UND KÜNSTE

Reinhard Falter: Die gesprengte Dreiheit – oder: Die Unmöglichkeit, die gestellte Frage zu beantworten  • Reinhard Piechocki: Altäre des Fortschritts und ökologische Aufklärung im 21. Jahrhundert  • Stephan Wohanka: Der selbstbezügliche Geschichtsprozess – oder: Die Frage nach den Alternativen im Umgang mit der Natur • Werner Creutziger: Herren der Erde • Maik Hosang: Vom tragischen Tun aus der Vereinzelung zum post-tragischen Tun aus dem Zusammenhang • Hanna Rheinz: Streitschrift wider die eliminatorische Vernunft

VON DEN BEWAHRUNGSPOTENZIALEN DER WISSENSCHAFTEN UND KÜNSTE

Bernhard Andelfinger: Zweit-Gedanken zu einer Preisfrage • Karsten Fischer: Selbstreflexive ökologische Wissenschaft – Wege aus der Sackgasse • Gerhard Füger: Nach der Desillusionierung – Chancen für eine Trendwende in der Kunst • Heinrich Benjes: Der Stock aus dem Holunderbusch • Michael Lohmann: Naturschutz ja – aber wie und für wen? • Wolfgang Ehmke: Die Lichter gehen aus! – Die Lichter gehen an! • Reinhard Zimmermann: Überwindung der Natur – Zu einem falschen Fortschrittsideal der Wissenschaften und Künste

NACHHALTIGE ENTWICKLUNG - EINE PERSPEKTIVE FÜR DIE WISSENSCHAFTEN

Charlotte Wehrspaun, Michael Wehrspaun: Von der Paradoxie des Fortschritts zum unvermittelten Leitbild der Nachhaltigkeit • Armin Müller: Nehmt die Bilder ernst! Plädoyer für die Kulturalisierung der Politischen Ökologie • Arko Eigenfeld: Von der Allmacht des Rationalismus zur Ästhetik der Nachhaltigkeit • Dietrich Englert: Begrenztheit, Reichweite, Öffentlichkeit: Drei Dilemmata nachhaltiger Entwicklung • Inger König: Aus Verständnis und Einsicht wächst Umsicht und Rücksicht mit der Natur

 

Nach oben 

Letzte Änderung: 2002-04-02 18:44