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Completed research programsCivil Society and Transnational Networks

Completed research programs

Research Unit: Civil Society and Transnational Networks





Kristine Kern - Publications - Abstracts



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  Kristine Kern 2002: Diffusion nachhaltiger Politikmuster transnationale Netzwerke und "glokale" Governance, in: Karl-Werner Brand (Hrsg.), Politik der Nachhaltigkeit. Voraussetzungen, Probleme, Chancen - eine kritische Diskussion, Berlin: edition sigma 2002, S. 193-210.

Bei der Diffusion nachhaltiger Politikmuster handelt es sich keineswegs um einen Selbstläufer. Die Diffusion von "Best Practice" vollzieht sich nicht automatisch, sondern kann an den etablierten politischen Institutionen scheitern. Diese ändern sich nur sehr langsam, werden aber durch nationale und transnationale Netzwerke überlagert. Nicht nur vor, sondern auch nach der UN-Umweltkonferenz in Rio 1992 sind - unter ihrem Einfluss - zahlreiche nationale und transnationale Netzwerkorganisationen entstanden, deren primäre Zielsetzung darin besteht, "Best Practice" im Bereich der nachhaltigen Entwicklung auszuwählen, Informationen über solche Innovationen zu verbreiten und den Politiktransfer zu unterstützen. Von besonderem Interesse sind dabei transnationale Städtenetzwerke, da sie eine Form "glokaler" Governance jenseits des Nationalstaates darstellen. Die Leistungsfähigkeit dieser Netzwerke hängt sowohl von ihrer Binnensteuerung als auch von ihrer "Außenpolitik ab".
 
 

Ingrid Kissling-Näf und Kristine Kern 2002: "Good Governance" für eine zukunftsfähige und innovative Umwelt- und Ressourcenpolitik, in: GAIA 11: 62-64.

This article focuses on forms of governance, such as state, market, and self-organization, and provides an assessment of their effects on an innovative environmental and resource policy. The need to combine different coordination mechanisms is outlined. These institutional innovations are of major importance insofar as they broaden the scope of action for environmental resource policy.

 
 

 Politikkonvergenz und -diffusion durch Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen.
Ein internationaler Vergleich von Umweltzeichen. 76 S.(2001)


Mit dem Vergleich zweier unterschiedlicher Systeme von Umweltzeichen, stellt diese Studie ein Politikinstrument ins Zentrum, das eine sehr viel schnellere Verbreitung gefunden hat als andere Politikinnovationen. Verglichen wird die Diffusion zweier unterschiedlicher Typen von Umweltzeichensystemen: (1) allgemeinen Umweltzeichensystemen wie dem deutschen „Blauen Engel“ und (2) dem Zertifizierungsprogramm des Forest Stewardship Council (FSC). Zu Beginn werden drei unterschiedliche Erklärungen für Politikkonvergenz dargestellt: Konvergenz durch internationale Regime, regionale Integration und über globale Politikdiffusion. Letztere gewinnt an Bedeutung aufgrund der Diffusionsprozesse, die durch die Entstehung internationaler, intergouvernementaler und transnationaler Transferinstitutionen ausgelöst werden. Es steht zu vermuten, dass staatliche oder halbstaatliche Transferinstitutionen (allgemeine Umweltzeichen) und nichtstaatliche Transferinstitutionen (FSC-Zertifikat) ähnliche Funktionen und Effekte haben. Wir gehen von der Annahme aus, dass Umweltzeichen auch ohne signifikanten staatlichen Einfluss beschlossen werden können, weltweite Verbreitung finden und sogar auf nationaler Ebene implementiert werden können. Darüber hinaus werden drei Erfolgsfaktoren für die nationale Performanz von Umweltzeichen identifiziert und analysiert: (1) die Merkmale von Politikinnovationen (Zertifizierungskosten etc.), (2) die ökonomischen, gesellschaftlichen und politischinstitutionellen Handlungskapazitäten, (3) die Koexistenz von und der Wettbewerb zwischen verschiedenen Systemen von Umweltzeichen, die zu konvergierenden Standards führen können. Auf dieser Basis werden einige Schlussfolgerungen hinsichtlich der allgemeinen Performanz transnationaler Netzwerkorganizationen, wie dem FSC, gezogen.

 Policy Convergence and Policy Diffusion by Governmental and Non-Governmental Institutions—An International Comparison of Eco-labeling Systems. 76 S. (2001)

The study deals with eco-labeling systems that have spread faster than other types of new policy instruments. The paper focuses on the diffusion of two different types of eco-labels: (1) general eco-labeling systems such as the German “Blue Angel” (Blauer Engel), and (2) the Forest Stewardship Council (FSC) certification program. We start with three different explanations for policy convergence: international regimes, regional integration, and global policy diffusion. Policy diffusion is gaining in importance due to the diffusion processes triggered by the emergence of international, intergovernmental, and transnational transfer institutions. It is assumed that governmental or quasi-governmental transfer institutions (general eco-labels) and nongovernmental transfer institutions (FSC label) have similar functions and effects. Our main thesis is that labels can diffuse globally, be decided on, and even implemented at the national level without significant state influence. Furthermore, three success factors for the national performance of eco-labeling schemes are analyzed: (1) the characteristics of policy innovations (costs of labeling etc.); (2) the economic, societal, and political-institutional capacities for action; (3) the co-existence and competition between different eco-labeling systems which can result in converging standards. On this basis some conclusions regarding the overall performance of transnational network organizations, such as the FSC, are drawn.

 

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Transnationale Städtenetzwerke in Europa (2001)

Im Mittelpunkt des Beitrags steht die Frage nach den Entstehungsgründen und der Problemlösungsfähigkeit transnationaler Städtenetzwerke und Städtekooperationen. Während sich die internationalen Städteverbände (Dachorganisationen) zu transnationalen Städtenetzwerken (Mitgliederorganisationen) entwickeln, werden die traditionellen langfristigen Städtepartnerschaften durch kurzfristige und projektbezogene Städtekooperationen ("temporary twinning") ergänzt und ersetzt. Charakteristisch für beide Entwicklungen ist dabei der Bedeutungsgewinn des Politiktransfers und des transnationalen Politiklernens innerhalb polyzentrischer, horizontaler und nicht-hierarchischer Politiknetzwerke. Transnationale Governance durch Städtenetzwerke führt zur Entwicklung neuer Instrumente, wobei Qualitätswettbewerbe ("Benchmarking") sowie die Auswahl geeigneter Kooperationspartner ("Matchmaking") eine ganz zentrale Rolle spielen. Die bisherige Entwicklung zeigt, dass die Transnationalisierung der Stadtpolitik häufig durch die Europäische Union beeinflusst oder sogar initiiert wird. Diese beschränkt sich keineswegs darauf, bereits bestehende Strukturen zu nutzen, sondern fungiert als "Netzwerkbildnerin", die sozusagen die Fäden zwischen den Knoten spinnt.

Transnational city networks and cooperation in Europe (2001) 

The article deals with transnational city networks and cooperation, in particular with the reasons for the creation of such networks and cooperation and their problem solving capacity. While international umbrella organizations of cities tend to develop into networks of cities (member organizations), traditional long-term twinning is supplemented or replaced by short-term, project-related cooperation (temporary twinning). Both development trends are characterized by the growing importance of policy transfers and transnational policy learning within polycentric, horizontal, non-hierarchical policy networks. Transnational governance via city networks leads to the development of innovative policy instruments, among which competition (benchmarking) and the selection of suitable partners for cooperation (matchmaking) play a leading role. Up to now, the development shows that transnationalization of city politics is often influenced, or even initiated, by the European Union. The EU, by no means, restricts itself to the utilization of existing structures, but also functions as network builder: in other words, it weaves threads to connect knots.



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Politische Kultur und Umweltpolitik. Die amerikanischen Einzelstaaten im Vergleich (2000)

Die Bedeutung der öffentlichen Meinung und der politischen Kultur ist bei vergleichenden Untersuchungen zur Staatstätigkeit bislang stark vernachlässigt worden. Dies gilt auch für viele vergleichende Studien zur Umweltpolitik in den USA, die sich auf die sozioökonomischen und politisch-institutionellen Voraussetzungen in den Einzelstaaten konzentrieren. Gleichwohl besteht ein enger Zusammenhang zwischen der politischen Kultur und der umweltpolitischen Innovationsfähigkeit. Teil der Analyse ist eine Fallstudie zu Oregon, einem besonders innovativen Einzelstaat, der im pazifischen Nordwesten liegt. Die Fallstudie zeigt, dass eine partielle Entkoppelung der umweltpolitischen Innovationsfähigkeit von der sozioökonomischen Entwicklung möglich ist. Dies kann durch die politische Kultur der Einzelstaaten erklärt werden, die eine erstaunliche Stabilität im Zeitverlauf aufweist. Die beste Voraussetzung einer innovativen Umweltpolitik scheint eine liberale Wählerschaft kombiniert mit einer moralistischen politischen Kultur zu sein.

Political Culture and Environmental Policy. U.S. American States in Comparison (2000) 

The significance of public opinion and political culture has been widely neglected in comparative analyses of public policy. This also applies to many comparative studies on environmental policy in the United States, which are focused on socioeconomic and political-institutional preconditions in the states. Nevertheless, a strong relationship exists between political culture and environmental policy innovativeness. Part of the analysis is a case study on Oregon, a very innovative state located in the Pacific Northwest. The case study indicates that a partial decoupling of environmental policy innovativeness from socioeconomic development may be possible. This can be explained by the political culture of the states, which has shown a surprising stability over time. The best precondition for an innovative environmental policy seems to be having a liberal electorate combined with a moralistic political culture.



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Institutionelle Arrangements und Formen der Handlungskoordination im Mehrebenensystem der USA (2000)

Das Verhältnis zwischen den Politikebenen im Mehrebenensystem der USA kann durch drei Typen charakterisiert werden: erstens die zentrale Regulierung, d.h. die hierarchische Koordination der Politikebenen. Zweitens die dezentrale Regulierung, die sowohl den regulativen Wettbewerb als auch die Entstehung horizontaler Verhandlungssysteme zwischen den Einzelstaaten umfasst. Beide Formen verlieren an Bedeutung, da sich stattdessen mehr und mehr ein dritter Typus, die Mehrebenenregulierung, durchsetzt. Dargestellt werden zwei Varianten dieser neuartigen institutionellen Arrangements, die den beiden anderen Typen der Regulierung überlegen sind: Zum einen wird der Wettbewerb zwischen den Politikebenen durch eine Kombination hierarchischer Elemente mit dem regulativen Wettbewerb zwischen den Einzelstaaten gefördert, z.B. durch die Festsetzung nationaler Mindeststandards. Zum anderen kann ein Wandel der intergouvernementalen Beziehungen beobachtet werden, der die Entstehung vertikaler Verhandlungssysteme zwischen dem Bund und den Einzelstaaten begünstigt. Die Entwicklung in den USA zeigt, dass bei der Kombination institutioneller Arrangements auf hierarchische Elemente kaum verzichtet werden kann. Außerdem kann man feststellen, dass dynamische Politikentwicklungen nicht nur aus dem regulativen Wettbewerb zwischen den Einzelstaaten, sondern auch aus dem Wettbewerb zwischen den Politikebenen resultieren können.

Institutional Arrangements and Forms of Coordination of Action in the Multi-level System of the United States (2000) 

The relationship between the policy levels in the U.S. multi-level system can be characterized by three types: firstly, central regulation, i.e. the hierarchical coordination of the policy levels. Secondly, decentral regulation comprising the regulatory competition as well as the emergence of horizontal joint-decision systems between the states. Both forms lose importance as a third type, multi-level regulation, becomes prevalent. Two variants of these novel institutional arrangements, which are superior to both other types of regulation, are described. On the one hand, the competition between the policy levels is stimulated by a combination of hierarchical elements with the regulative competition between the states, e.g. by setting national minimum standards. On the other hand, a change of the intergovernmental relations between the federal government and the states can be observed fostering the emergence of vertical joint-decision systems. The U.S. development shows that hierarchical elements are hardly dispensable when institutional arrangements are combined. Moreover, it can be noticed that dynamic policy developments can result not only from the regulative competition between states but also from the competition between policy levels.



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Politische Institutionen und umweltpolitische Innovationen in der Schweiz – Luftreinhalte- und Bodenschutzpolitik aus der international vergleichenden Perspektive (2000)

Im Mittelpunkt des Beitrags steht die Frage nach dem Einfluss politisch-institutioneller Faktoren auf die Innovationsfähigkeit der (schweizerischen) Umweltpolitik. Dabei wird zunächst nach den Auswirkungen von Korporatismus, der Größe eines Landes, des Föderalismus und der direkten Demokratie auf die Umweltpolitik gefragt. Im Anschluss wird auf die Institutionalisierung der Luftreinhaltung und des Bodenschutzes im internationalen Vergleich eingegangen, wobei besonderes Gewicht auf die Differenzen zwischen den Diffusionsmustern gelegt wird. Anschließend geht es um die Institutionalisierung der Umweltpolitik in der Schweiz. Obgleich die Alpenrepublik im Hinblick auf die Umweltqualität als umweltpolitischer Erfolgsfall gilt, ist dieses Land bei der Entwicklung sowie der Übernahme umweltpolitischer Innovationen eher im Mittelfeld zu finden oder zählt sogar zu den Nachzüglern. Der Beitrag kommt u.a. zu dem Schluss, dass die umweltpolitische Innovationsfähigkeit der Schweiz durch eine gezielte Weiterentwicklung des schweizerischen Föderalismus erhöht werden könnte.

Political Institutions and Environmental Policy Innovations in Switzerland – Air and Soil Pollution Control Policy in Cross-national Compariative Perspective (2000) 

The article focuses on the influence of political-institutional factors on the innovation capacity of Swiss environmental policy. It begins with an investigation of the effects on environmental policy of factors such as corporatism, country size, federalism, and direct democracy. It then proceeds from an international comparative perspective, examining the degree to which air pollution control and soil protection have been institutionalized, with special emphasis on national differences in diffusion patterns; this is followed by an analysis of the institutionalization of environmental policy in Switzerland. In terms of its environmental quality, Switzerland is considered an environmental policy success case, but, with respect to developing and adopting environmental policy innovations, the country ranks only among the “middle field” or counts even as a “latecomer”. The article concludes inter alia that Switzerland’s environmental policy innovation capacity could be increased by targeted further development of Swiss federalism.



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Die Diffusion umweltpolitischer Innovationen. Ein Beitrag zur Globalisierung von Umweltpolitik (2000)

Thema dieses Beitrags ist die Diffusion umweltpolitischer Innovationen zwischen Nationalstaaten in ihrer Bedeutung für die globale Entwicklung von Umweltpolitik. Dabei geht es um die empirische Beobachtung, dass nationale Umweltinitiativen vielfach mit hoher Geschwindigkeit von anderen Ländern übernommen werden und sich auf diese Weise international ausbreiten. Anhand von fünf Fallstudien (Umweltämter und -ministerien, Umweltzeichen, nationale Umweltpläne bzw. Nachhaltigkeitsstrategien, CO2-/Energiesteuern, Bodenschutzgesetze) werden Erfolgsbedingungen und Restriktionen der internationalen Ausbreitung umweltpolitischer Innovationen untersucht. Zu den zentralen Determinanten der Politikdiffusion zählen: (1) nationalstaatliche Faktoren (umweltpolitische Handlungskapazitäten, Nachfrage nach Problemlösungen), (2) die Eigendynamik des internationalen Systems (Bedeutung von Vorreiterländern für die globale Politikdiffusion, internationale Organisationen, transnationale Netzwerke) sowie (3) Aspekte, die die Politikinnovation selbst betreffen (Charakteristika der Politikinnovation, Verfügbarkeit von geeigneten Politikmodellen etc.).

The Diffusion of Environmental Policy Innovations. A Contribution to the Globalization of Environmental Policy (2000)

The subject of this paper is the importance of the diffusion of environmental innovations between countries for the global development of environmental policy. Empirical observation has shown that national environmental initiatives are often rapidly adopted by other countries; thus, these initiatives spread internationally. The conditions for and restrictions on the international diffusion of environmental innovations are examined on the basis of five case studies: environmental agencies and ministries, ecolabels, national environmental plans, CO2/energy taxes, and soil protection legislation. The key determinants of policy diffusion include (1) national factors (capacities for action in environmental policy, the demand for problem solutions), (2) the dynamics of the international system (the significance of front-runner countries for global policy diffusion, international organisations, transnational networks), and (3) aspects of the specific policy innovation (characteristics of policy innovation, availability of appropriate policy models, etc.).



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Soziales Kapital und Lokale Agenda 21. Lokale umweltpolitische Initiativen in den USA (2000)

Ausgangspunkt der Überlegungen ist der Zusammenhang zwischen sozialem Kapital und lokalen „Agenda 21“-Prozessen bzw. lokalen umweltpolitischen Initiativen in den USA. Im Anschluss an einen kurzen Überblick über die konzeptionell-theoretischen Ansätze zu sozialem Kapital geht es um drei zentrale Fragen: Erstens wird auf die Bedeutung des Niveaus und der Form des in einer Stadt oder Gemeinde vorhandenen sozialen Kapitals für die Entstehung und Entwicklung von umweltpolitischen Initiativen eingegangen. Zweitens werden die möglichen Rückwirkungen dieser Initiativen auf das soziale Kapital geprüft, da angenommen werden kann, dass die entsprechenden Verfahren zur Erhöhung des sozialen Kapitals beitragen. Schließlich geht es drittens um die Rolle des Staates bei der Schaffung (bzw. Zerstörung) von sozialem Kapital.

 Social Capital and Local Agenda 21. Local Environmental Policy Initiatives in the United States (2000)

The starting point of this article is the relationship of social capital and Local Agenda 21 processes and/or environmental policy initiatives in the United States. Following a brief overview of conceptual-theoretical approaches to social capital, three key issues are investigated: First, how important is the form and degree of social capital in a given city or local community for the rise and development of environmental policy initiatives? Second, what are the possible repercussions of these initiatives on social capital, assuming that the corresponding procedures contribute to an increase in social capital? Third, what is the role of the state in creating (or destroying) social capital?



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Die Entwicklung des Föderalismus in den USA: Zentralisierung und Devolution in einem Mehrebenensystem (1997)

Bei der Entwicklung des amerikanischen Föderalismus können vier Phasen unterschieden werden: Dualismus (vor 1930), Kooperation (1930 bis 1960), Zentralisierung (1960 bis 1980) und Devolution (seit 1980). Im Mittelpunkt der Analyse stehen die Ursachen, die sowohl zu der starken Zentralisierung des Mehrebenensystems der USA vor 1980 als auch zum Übergang zu der seither betriebenen Devolutionspolitik beigetragen haben. Die Zentralisierung des amerikanischen Föderalismus in den sechziger und siebziger Jahren war mit dem „Eigensinn“ der Einzelstaaten auf Dauer nicht kompatibel, weil dieser Prozeß zum Aufbau dezentraler Handlungskapazitäten führte. Daher diente die Zentralisierung des amerikanischen Föderalismus als Basis der Devolution wichtiger Kompetenzen nach 1980. Die während der Zentralisierungsphase aufgebauten dezentralen Kapazitäten können nur dann umfassend genutzt werden, wenn den Einzelstaaten ausreichende Handlungsspielräume gewährt werden.

 The Development of Federalism in the United States: Centralization and Devolution in a Multi-level System (1997)

In the course of development of American federalism four phases can be distinguished: dualism (before 1930), cooperation (1930 to 1960), centralization (1960 to 1980), and devolution (since 1980). In the center of interest of the analysis are the reasons which contributed to the strong centralization of the multi-level system of the U.S. before 1980 as well as to the transition to devolution politics pursued since then. The centralization of American federalism in the 1960s and 1970s was not compatible with the “obstinacy” of the states in the long run because this process caused the building of decentral capacities for action (Handlungskapazitäten). Therefore, the centralization of American federalism served as the basis for the devolution of important responsibilities after 1980. The decentral capacities, built while the system was centralized, can be fully utilized only if adequate discretion is given to the states.



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Umweltpolitischer Erfolg im internationalen Vergleich (1996)

International vergleichende Umweltpolitikanalysen konzentrieren sich auf die Bestimmung der Erklärungsfaktoren für den Erfolg bzw. Mißerfolg öffentlichen Handelns. Ein Überblick über die bereits existierenden Studien zeigt, daß sozioökonomische Erklärungsfaktoren bislang weitgehend vernachlässigt wurden. Kulturelle Faktoren werden meist nur als Residualkategorie herangezogen, wenn alle anderen Determinanten die Ergebnisse nicht ausreichend erklären können. Hingegen spielen politische Faktoren in nahezu allen betrachteten Studien eine dominante Rolle. Neben den strukturellen Determinanten sind die Auswirkungen des situativen Kontextes auf den Politikerfolg unbestritten. Trotz der verbleibenden Forschungsdefizite hat diese Forschungsrichtung einen wichtigen Beitrag zur vergleichenden Politikanalyse geleistet.

Environmental Policy Success in International Comparison (1996) 

International comparisons of environmental policies are concentrated on determining the explanatory factors for success and failure of public policy. A survey of existing studies shows that socio-economic factors have been largely neglected. Cultural factors are widely used as a residual category when all other determinants cannot fully explain the results. However, political factors are dominant in almost all studies examined. Aside from structural determinants, the impacts of the situative context on the success of the policy is undisputed. In spite of remaining research deficits, this research approach has achieved an important contribution to the comparative analysis of public policies.



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Arbeitspapiere und Forschungsberichte
 

 

The Diffusion of Environmental Policy Innovations: A Contribution to the Globalisation of Environmental Policy (2001)

The subject of this paper is the importance of the diffusion of environmental innovations between countries for the global development of environmental policy. Empirical observation has shown that national environmental initiatives are often rapidly adopted by other countries; thus, these initiatives spread internationally. The conditions for and restrictions on the international diffusion of environmental innovations are examined on the basis of five case studies: environmental agencies and ministries, ecolabels, national environmental plans, CO2/energy taxes, and soil protection legislation. The key determinants of policy diffusion include (1) national factors (capacities for action in environmental policy, the demand for problem solutions), (2) the dynamics of the international system (the significance of front-runner countries for global policy diffusion, international organisations, transnational networks), and (3) aspects of the specific policy innovation (characteristics of policy innovation, availability of appropriate policy models, etc.).

Die Diffusion umweltpolitischer Innovationen. Ein Beitrag zur Globalisierung von Umweltpolitik (2001)

Thema dieses Beitrags ist die Diffusion umweltpolitischer Innovationen zwischen Nationalstaaten in ihrer Bedeutung für die globale Entwicklung von Umweltpolitik. Dabei geht es um die empirische Beobachtung, dass nationale Umweltinitiativen vielfach mit hoher Geschwindigkeit von anderen Ländern übernommen werden und sich auf diese Weise international ausbreiten. Anhand von fünf Fallstudien (Umweltämter und -ministerien, Umweltzeichen, nationale Umweltpläne bzw. Nachhaltigkeitsstrategien, CO2-/Energiesteuern, Bodenschutzgesetze) werden Erfolgsbedingungen und Restriktionen der internationalen Ausbreitung umweltpolitischer Innovationen untersucht. Zu den zentralen Determinanten der Politikdiffusion zählen: (1) nationalstaatliche Faktoren (umweltpolitische Handlungskapazitäten, Nachfrage nach Problemlösungen), (2) die Dynamik des internationalen Systems (Bedeutung von Vorreiterländern für die globale Politikdiffusion, internationale Organisationen, transnationale Netzwerke) sowie (3) Aspekte, die die Politikinnovation selbst betreffen (Charakteristika der Politikinnovation, Verfügbarkeit von geeigneten Politikmodellen etc.).

 

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Horizontale und vertikale Politikdiffusion in Mehrebenensystemen (1998)

In Mehrebenensystemen wie den USA können sich dezentrale Politikinitiativen wie ein ‘Flächenbrand’ ausbreiten. Die Diffusion von Politikinnovationen ist nicht auf bestimmte Politikfelder beschränkt und kann von verschiedenen politischen Institutionen getragen werden; sie ist weder ein völlig neues Phänomen noch ist sie ausschließlich im amerikanischen System vorzufinden. Aus politikwissenschaftlicher Sicht ist die Analyse der Politikdiffusion aus zwei Gründen von Interesse: Zum einen kann gezeigt werden, daß Politikdiffusion die traditionellen Formen der politischen Steuerung überlagern und ersetzen kann (‘governance by diffusion’); und zum anderen liefert diese Analyse wichtige Impulse für eine Neuorientierung der vergleichenden Politikwissenschaft. Als Ansatzpunkt dient eine Typologie der verschiedenen Formen der Politikdiffusion, die auf der Unterscheidung zwischen der horizontalen Politikdiffusion zwischen den Subeinheiten eines politischen Systems (z.B. zwischen den amerikanischen Einzelstaaten) und der vertikalen Politikdiffusion zwischen den Ebenen (z.B. zwischen den Einzelstaaten und dem Bund) basiert. Es wird die These vertreten, daß die Institutionalisierung des Politiktransfers zu einer fundamentalen Veränderung der Diffusionsmuster führt. Die Resultate der Untersuchung können nicht nur auf das amerikanische Mehrebenensystem, das hier im Mittelpunkt des Interesses steht, angewendet werden, sondern zumindest partiell auch auf andere Mehrebenensysteme, die strukturelle Ähnlichkeiten aufweisen, insbesondere auf die Europäische Union und das internationale System.

 Horizontal and Vertical Policy Diffusion in Multi-level Systems (1998)

In multi-level systems as the U.S. decentral policy initiatives can spread like a ‘wildfire’. The diffusion of policy innovations is not restricted to certain policy areas and can be supported by different political institutions. It is neither an entirely new phenomenon nor can it be found only in the American system. From a political science perspective, the analysis of policy diffusion is of interest for two reasons: On the one hand, it can be shown that policy diffusion can superimpose and substitute the traditional forms of governance (‘governance by diffusion’). On the other hand, this analysis provides important impulses for a reorientation of comparative politics. A typology of the different forms of policy diffusion serves as a starting point. It is based on the differentiation between horizontal policy diffusion between the subunits of a political system (e.g. between the U.S. American states) and vertical policy diffusion between the levels (e.g. between the states and the federal government). It is argued that the institutionalization of policy transfer leads to a fundamental change of diffusion patterns. The results can be applied not only to the American multi-level system, which is here in the center of interest, but also to other multi-level systems showing structural similarities, especially the European Union and the international system.

 

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Last change: 2005-03-22 13:35