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Completed research programs |
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Research Unit: Civil Society and Transnational Networks |
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The diffusion of policy innovations. Environmental policy innovations in multilevel systems in the United States of America |
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Description
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Description |
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Dezentrale Politikinitiativen breiten sich in den USA häufig wie ein
'Flächenbrand' aus, d.h. sie werden von anderen Einzelstaaten
relativ schnell übernommen: So wurde mothers' pensions, eine Art
Witwenrente, 1911 erstmals in Illinois eingeführt, bereits 2 Jahre
später von 18 weiteren Einzelstaaten übernommen, und 1917 gab es
solche Gesetze bereits in 35 der damals 48 Einzelstaaten. Neben der
horizontalen Politikdiffusion zwischen den Einzelstaaten kann in den
USA auch vertikale Politikdiffusion beobachtet werden. Ein gutes
Beispiel ist der 1976 in New Jersey beschlossene Spill Compensation
and Control Act, der eine Bestimmung zur Schaffung eines Fonds zur
Beseitigung von Altlasten enthielt, die als Blaupause für ein 4
Jahre später vom amerikanischen Kongress beschlossenes Umweltgesetz,
den Superfund, diente. Bei der Festsetzung der Abgasstandards für
Kraftfahrzeuge gab es sogar mehrere von der dezentralen Ebene
ausgehende Innovationszyklen, wobei die kalifornischen
Emissionsstandards für Automobile immer einige Jahre früher als die
nationalen Grenzwerte festgelegt wurden. Von allgemeinem Interesse
ist die Diffusion von Politikinnovationen vor allem, weil sie sich
keineswegs auf einige wenige Politikfelder beschränkt: Derartige
Phänomene sind in der Sozialpolitik wie in der Umweltpolitik
anzutreffen, prägen das amerikanische Scheidungsrecht wie
Teilbereiche des Steuerrechts, ja sogar bei Volksinitiativen lassen
sich entsprechende Tendenzen erkennen. Zum einen zeigt die
Dissertation, dass Politikdiffusion die traditionellen Formen der
politischen Steuerung überlagern und ersetzen kann, und zum anderen
liefert sie Impulse für eine Neuorientierung des Politikvergleichs.
Welche Rahmenbedingungen sind für die Innovation und Diffusion von
Politikansätzen ausschlaggebend? Welche Initiativen breiten sich
besonders schnell aus, welche verschwinden hingegen gleich wieder
von der politischen Agenda? Zur Beantwortung dieser Fragen wird
zunächst an die Föderalismusforschung sowie an die vergleichende
Staatstätigkeitsforschung angeknüpft. Als Ansatzpunkt dient die
Unterscheidung zwischen der horizontalen Politikdiffusion zwischen
den amerikanischen Einzelstaaten und der vertikalen Politikdiffusion
zwischen Einzelstaaten und Bund. Es wird die These vertreten, dass
die Institutionalisierung des Politiktransfers, insbesondere die
Schaffung von Transfer-Einrichtungen auf nationaler Ebene, zur
Veränderung der Diffusionsmuster und zur Beschleunigung des
Politiktransfers führt. Zwar bietet sich die Analyse der
Politikdiffusion vor allem für das stark fragmentierte politische
System der USA mit seinen 50 Einzelstaaten an, auf das sich die
Studie primär bezieht. Daneben wird jedoch gezeigt, dass der im
Rahmen der Dissertation entwickelte Ansatz auf andere
Mehrebenensysteme, d.h. politische Systeme mit mindestens zwei
Politik- und Entscheidungsebenen, übertragbar ist. Dies gilt vor
allem für zwei Systeme, die strukturelle Ähnlichkeiten mit dem
amerikanischen Mehrebenensystem aufweisen: die Europäische Union und
das internationale System. Als Schwerpunkt der Untersuchung wurde
die Umweltpolitik gewählt; daneben wird jedoch auf zahlreiche
Beispiele aus anderen Politikbereichen eingegangen. |
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Publications |
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Kern, Kristine 2000:
Die
Diffusion von Politikinnovationen. Umweltpolitische Innovationen im
Mehrebenensystem der USA, Opladen: Leske + Budrich (Band 17 der
Reihe „Gesellschaftspolitik und Staatstätigkeit“), 329 S.
Kern, Kristine 2000: Politische Kultur
und Umweltpolitik. Die amerikanischen Einzelstaaten im Vergleich,
Zeitschrift für Umweltpolitik und Umweltrecht 23: 223-251.
>Abstract
Kern, Kristine 2000: Institutionelle
Arrangements und Formen der Handlungskoordination im Mehrebenensystem
der USA, in: Volker von Prittwitz (Hrsg.), Institutionelle Arrangements
in der Umweltpolitik. Zukunftsfähigkeit durch innovative Verfahrenskombination?,
Opladen: Leske + Budrich, S. 41-64.
Abstract
Kern, Kristine 1999: Politische Kultur
und Umweltpolitik. Amerikanische Erfahrungen und europäische Perspektiven,
in: Mainauer Gespräche 1998, Europas Kulturen und ihr Umgang mit
der Natur, Band 14 der Mainauer Gesprächsbeiträge zu gesellschaftspolitischen
Fragen unserer Zeit, Lennart-Bernadotte-Stiftung, S. 29-62.
Kern, Kristine 1998: Horizontale und vertikale Politikdiffusion
in Mehrebenensystemen, Berlin: Freie Universität Berlin, Forschungsstelle
für Umweltpolitik (FFU-Report 98-6), 32 S.
>Download Report
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Abstract
Kern, Kristine 1997: Die Entwicklung des
Föderalismus in den USA: Zentralisierung und Devolution in einem Mehrebenensystem,
Schweizerische Zeitschrift für Politische Wissenschaft 3: 171-196.
Abstract
Kern, Kristine 1997: Politikkonvergenz
durch Politikdiffusion – Überlegungen zu einer vernachlässigten
Dimension der vergleichenden Politikanalyse, in: Lutz Mez und Helmut
Weidner (Hrsg.), Umweltpolitik und Staatsversagen. Perspektiven
und Grenzen der Umweltpolitikanalyse. Festschrift für Martin Jänicke
zum 60. Geburtstag, Berlin: edition sigma, S. 270-279.
Kern, Kristine 1997: Ansätze einer
innovativen und integrativen Mobilitätspolitik in den USA, in: Lutz
Mez und Martin Jänicke (Hrsg.), Sektorale Umweltpolitik. Analysen
im Industrieländervergleich, Berlin: edition sigma, S. 133-164. |
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Last change: 2005-03-22 13:35 |
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