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Beendete ForschungsprogrammeZivilgesesellschaft und transnationale Netzwerke

Beendete Forschungsprogramme

Abteilung Zivilgesesellschaft und transnationale Netzwerke





Projekt Internetgestützte Mediation

  > Direkt zur Arbeitsgemeinschaft Online-Mediation Berlin

 
 

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Inhalt und Ziele

Öffentlichen Diskurse werden in zunehmenden Maße internetunterstützt durchgeführt (E-Mails, Datenaustausch Web-Seiten, gemeinsame Workspaces etc.). In diesem Zusammenhang stellen sich eine Reihe von Fragen: Wie werden die neuen Medien genutzt, welche Konsequenzen ergeben sich für die Gestaltung, den Ablauf und die Ergebnisse von Diskursverfahren, wie können die Möglichkeiten, die das Internet bietet für Diskurs-/Mediationszwecke weiterentwickelt werden. Unter dem Stichwort "Online-Mediation" hat die Abteilung begonnen, sich diesen Fragen zuzuwenden. Hierzu wurde eine enge Kooperationsbeziehung zu zwei Instituten der Frauenhofergesellschaft (AiS und Focus) aufgebaut, die sich mit der Entwicklung einschlägiger Software und mit E-Government beschäftigen. Das AiS hat eine Software (ZENO) zur Unterstützung von Mediationsverfahren entwickelt (ZENO). Zur Internetkommunikation allgemein gibt es inzwischen eine sich etablierende Forschung. Mit unserem Anspruch online-mediierte Diskurse sozialpsychologisch zu untersuchen, betreten wir Neuland. Aber natürlich haben sich auch andere Forschungseinrichtungen des Themas angenommen. Zur Bündelung unserer sehr begrenzten Kapazitäten beabsichtigen wir u.a. mit der Akademie für Technikfolgenabschätzung (Stuttgart) Untersuchungen gemeinsam durchzuführen.

Inzwischen haben wir mit Forschungsarbeiten begonnen, die auch dem Aufbau einschlägiger Kompetenzen am WZB und der Etablierung eines wissenschaftlichen Netzwerkes im Bereich Internet-unterstützter Konfliktmittlung dienen:
  • Eine Untersuchung zur Vertrauensbildung in internetbasierten Diskursen wird im Rahmen eines Promotionsstipendiums von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert. Die theoretischen Vorarbeiten und die Designplanung befinden sich in fortgeschrittenem Stadium.
     
  • In einer Erhebung wurden die bislang vorliegenden Erfahrungen mit internetgestützten Diskursen recherchiert. Es zeigte sich, dass die Erwartungen, die an das neue Medium geknüpft werden, bislang in der Praxis nicht eingelöst werden konnten. Hierfür können eine Reihe von Ursachen herangezogen werden: ungeeignete Software, mangelnde Übung im Umgang mit den neuen Medium auf Seiten der Nutzer und/oder auf Seiten der Moderatoren/Mediatoren, und mangelnde (Transparenz über die) Einbettung in Entscheidungsprozesse.
     
  • Es wurde zusammen mit dem AiS und der Hammerbacher Beratungsgesellschaft GmbH ein Pilotprojekt zur Nutzung von Internetplattformen bei umstrittenen kommunalpolitischen Themen realisiert und ausgewertet. Dazu wurde Esslinger Bürgern über einen Zeitraum von vier Wochen die Möglichkeit gegeben, Informationen zu einem umstrittenen Bauvorhaben abrufen und Anregungen bzw. Kritik am Bebauungsplan zu diskutieren. Das Esslinger Pilotprojekt gehört international zu den ersten Versuchen das Internet für die Durchführung von Bürgerbeteiligungsverfahren zu nutzen.
     
  • Zusammen mit dem AiS wurde auf der Konferenz "Mensch & Computer 2001" ein Workshop über "Online-Mediation" veranstaltet, an dem Vertreter unterschiedlichster wissenschaftlicher Disziplinen, Mediationspraktiker und "Internet-Startup"-Gründer teilnahmen. In der Folge wurde sowohl eine Internetplattform als auch eine mailingliste zum Thema eingerichtet. Die Beiträge der Teilnehmer werden in einem Sammelband über "Online-Mediation in der digitalen Ökonomie und Verwaltung" zusammengefasst.
     
  • Es wurde eine Arbeitsgemeinschaft Online-Mediation gegründet, die in regelmäßigen Abständen im WZB tagt. In Der AG treffen sich Wissenschaftler und Praktiker mit dem Ziel, Erfahrungen mit internetbasierten Diskursen auszutauschen, die Praxis der Online-Mediation zu trainieren und gemeinsame Projekte auf den Weg zu bringen.
     
  • Mitarbeiter der Abteilung haben sich in die Nutzung von ZENO eingearbeitet und die sich da bietenden Möglichkeiten im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften in Berlin einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. In einem mediierten Online-Diskurs diskutierten unsere Besucher die Frage, welchen Berliner Schulen das WZB drei internetfähige PCs stiften soll.
     
  • Gemeinsam mit dem AiS formulieren wir derzeit ein Anforderungsprofil für ein weiterentwickeltes ZENO-Programm. Dieses Programm (MediLab) soll Interaktionsmuster von Diskursbeteiligten erfassen. Auf diese Weise würde die sozialwissenschaftliche Forschung zu online-gestützten Diskursen auf eine neue methodische Basis gestellt. Neben dem wisssenschaftlichen Nutzen soll das System Rückkoppelungen für Beteiligte und Mediatoren ermöglichen. Die Entwicklung von Medilab ist sehr aufwendig und ohne Drittmittel nicht realisierbar.

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Veröffentlichungen 2000/2001
  Buchveröffentlichung  
  Fietkau, H.-J. (2000, 2001 zweite Auflage): Psychologie der Mediation. Lernchancen, Gruppenprozesse und Überwindung von Denkblockaden in Umweltkonflikten. Berlin: edition sigma  
  Beiträge in Herausgeberbänden  
  Fietkau, H.-J. (2000): Verlusteskalationen in einem mediationsähnlichen Entscheidungsspiel. In: Dieter, A., Montada, L., Schulze, A. (Hrg.) Gerechtigkeit im Konfliktmanagement und in der Mediation. Frankfurt/M., New York, Campus, S. 230-241

Fietkau, H.-J. (2001): Mediation in öffentlichen Konfliktlagen. In Deutsche Psychologen Akademie (Hrg.): Beiträge zum Psychologentag 2001. 21. Kongress für Angewandte Psychologie des BdP in Bonn. Bonn: Deutscher Psychologen Verlag, S. 537-538
 
  Artikel in Zeitschriften  
  Fietkau, H.-J., Renz, A., Trénel, M. (2001) : Online-Mediation in öffentlichen Konfliktlagen. Zeitschrift für Konfliktmanagement 3, S.132-135

Fietkau, H.-J. (2001): Mediation in umweltrelevanten öffentlichen Konfliktlagen: Effekte und Prozesse. Wirtschaftspsychologie 2, S.38-44

Fietkau, H.-J. (2001): Internetgestütztes Konfliktmanagement in politischen Problemlagen. Report Psychologie Heft 11/12, 26. Jahrg. S. 670-674

Trénel, M. (2001). Online-Mediation: Nutzen, Software und Strategien. Wirtschaftspsychologie (2), 45-50.

Trénel, M. (2001). Konfliktmanagement im Internet. Wissenschaftliche Zeitschrift der Technischen Universität Dresden 50 (1/2), 87-90.

Fietkau, H.-J. (2001): Einige Beiträge der Psychologie zur (Umwelt)mediation. NNA-Berichte 14. Jahrg., Heft 1 (Alfred Töpfer Akademie für Naturschutz (Hrg.): Umweltpsychologie: Motivation zum Handeln statt Missionierung) S. 46-50)

Märker, O., Hagedorn, H. & Trénel, M. (2001). Internet-basierte Bürgerbeteiligung in Esslingen. Relevanz – Moderation – Software. In Deutsches Institut für Stadtplanung (Hrsg.), Bericht des Media@Komm-Kongresses „Bürgerkommune im Netz“, 12.-13. Juni 2001 in Esslingen. Berlin: Deutsches Institut für Urbanistik.

Rogg, A. & Trénel, M. (2001). Der virtuelle Parteitag als Partizipationschance – Kriterien für die basisdemokratische Gestaltung virtueller Parteitage. In Heinrich-Böll-Stiftung (Hrsg.), WWW.VIRTUELLER-PARTEITAG.DE. Untersuchungen zum 1. virtuellen Parteitag von Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg am 24.11.-3.12.2000 (S. 57-68). Studien und Berichte der Heinrich-Böll-Stiftung, Nr. 6.

Trénel, M., Märker, O. & Hagedorn, H. (2001). Bürgerbeteiligung im Internet. Das Esslinger Fallbeispiel. In Institut für Städtebau Berlin der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (Hrsg.), Kooperative Planung und Mediation im Konfliktfall, Vol. 83. Berlin: Institut für Städtebau Berlin der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung.

Trénel, M., Märker, O. & Hagedorn, H. (2001). Bürgerbeteiligung im Internet. Das Esslinger Fallbeispiel. WZB dicussion papers, > FSII 01-308, 46 S.
 
  Beiträge in Schriftenreihen  
 

Fietkau, H.-J. (2001): Einige Beiträge der Psychologie zur (Umwelt)mediation. NNA-Berichte 14. Jahrg., Heft 1 (Alfred Töpfer Akademie für Naturschutz (Hrg.): Umweltpsychologie: Motivation zum Handeln statt Missionierung) S. 46-50)

Märker, O., Hagedorn, H. & Trénel, M. (2001). Internet-basierte Bürgerbeteiligung in Esslingen. Relevanz – Moderation – Software. In Deutsches Institut für Stadtplanung (Hrsg.), Bericht des Media@Komm-Kongresses „Bürgerkommune im Netz“, 12.-13. Juni 2001 in Esslingen. Berlin: Deutsches Institut für Urbanistik.

Rogg, A. & Trénel, M. (2001). Der virtuelle Parteitag als Partizipationschance – Kriterien für die basisdemokratische Gestaltung virtueller Parteitage. In Heinrich-Böll-Stiftung (Hrsg.), WWW.VIRTUELLER-PARTEITAG.DE. Untersuchungen zum 1. virtuellen Parteitag von Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg am 24.11.-3.12.2000 (S. 57-68). Studien und Berichte der Heinrich-Böll-Stiftung, Nr. 6.

Trénel, M., Märker, O. & Hagedorn, H. (2001). Bürgerbeteiligung im Internet. Das Esslinger Fallbeispiel. In Institut für Städtebau Berlin der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (Hrsg.), Kooperative Planung und Mediation im Konfliktfall, Vol. 83. Berlin: Institut für Städtebau Berlin der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung.

Trénel, M., Märker, O. & Hagedorn, H. (2001). Bürgerbeteiligung im Internet. Das Esslinger Fallbeispiel. WZB dicussion papers, > FSII 01-308, 46 S.

 
 

Projektmitarbeiter

Hans-Joachim Fietkau
> Matthias Trénel

 

Kooperationen

¬"Fraunhofer Institut für Autonome Intelligente Systeme"

¬ "Fraunhofer Institut für offene Kommunikationssysteme"


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Letzte Änderung: 2005-03-22 13:36