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Completed research programs |
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Research Unit: Civil Society and Transnational Networks |
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Direktdemokratische Verfahren in technologiepolitischen Konflikten |
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Only available in German
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Focus of research
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In diesem Projekt wird die öffentliche
Auseinandersetzung über die Gentechnik im Vorfeld zweier Volksabstimmungen
in Österreich 1997 (Volksbegehren) und in der Schweiz 1998 (Verfassungsreferendum)
untersucht. Direktdemokratische Verfahren werden häufig als letzter
und eigentlich legitimer Weg zur Entscheidung grundlegender technologiepolitischer
Konflikte angesehen. Mit dem Projekt soll ein Beitrag zur Einschätzung
der Leistungsfähigkeit solcher Verfahren für die Eröffnung,
Strukturierung und Schließung der Konflikte erbracht werden.
Insbesondere soll untersucht werden, ob öffentliche Kontroversen
im Rahmen direktdemokratischer Abstimmungskampagnen diskursivere Formen
annehmen als parteipolitisch dominierte, repräsentativdemokratisch
gerahmte Kontroversen oder eher umgekehrt besonders anfällig
sind für Demagogie und Polemik und für Verzerrungen durch
asymmetrische Kommunikationsressourcen. Dazu werden Dokumente, Interviews
und Printmedien ausgewertet. |
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Modernisierung
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Die öffentliche Kommunikation wird unter zwei Fragestellungen
untersucht. Zum einen sollen die inhaltliche Selektivität in Bezug
auf Themen und Argumentationsmuster bestimmt werden. Im Konflikt um
die Gentechnik geht es für viele Akteure nicht nur um die
spezifische Technologie, sondern auch um die Richtung des
industriegesellschaftlichen Modernisierungspfads überhaupt. Die
Frage ist, ob und in welcher Form diese fundamentalpolitische
Dimension in der Öffentlichkeit überhaupt sichtbar wird. Darüber
hinaus wird untersucht, was sich von der Bandbreite der Argumente
befürwortender oder ablehnender Art, die von Risiko und
Nutzenaspekten, ethischen, religiösen und ästhetischen Urteilen zu
Vorstellungen über demokratische Technikkontrolle, Macht und
sinnvolle Formen der Technikregulierung reichen, in der öffentlichen
Kontroverse wieder finden.
Zum anderen wird die diskursive Qualität oder öffentlichen
Auseinandersetzung anhand von Indikatoren untersucht, an denen sich
ablesen lässt, in welchem Umfang die Akteure Begründungen für ihre
Positionen geben und ob sie sich mit der Gegenseite argumentativ
auseinandersetzen oder eher zu rhetorischen Tricks und Polemiken
greifen. Sowohl bei der Selektivität der Inhalte der öffentlichen
Kontroverse als auch bei ihrer diskursiven Qualität muss zwischen
Beiträgen der Konfliktakteure und eigenen Beiträgen des Journalismus
differenziert werden.
Interviews mit den Konfliktakteuren haben allerdings ergeben, dass
Journalisten im Vorfeld der Abstimmungen kaum als Selektionsinstanz
wirksam werden, die sich zwischen Konfliktakteure und Öffentlichkeit
schiebt. Inhalte und Dynamik der Kontroverse werden vielmehr durch
die Kommunikationsstrategien der jeweiligen Gegenpartei bestimmt. |
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Last change: 2005-03-22 13:36 |
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