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Completed research programs |
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Research Unit: Civil Society and Transnational Networks |
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WZB Discussion Paper Abstracts |
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1993 |
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2005
I
2004
I
2003
I
2002
I
2001
I
2000
I
1999
I
1998
I
1997
I
1996
I
1995
I
1994
I 1993
I
1992
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FS
II 93-301 |
Helmut Weidner:
Mediation as a Policy Instrument for Resolving Environmental
Disputes--With Special Reference to Germany. Schriften zu Mediationsverfahren
im Umweltschutz Nr. 3. 37 S. |
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Abstract
available only in German. |
In allen
demokratischen Industriegesellschaften nehmen die Umweltkonflikte
zu. Einige Bereiche (besonders großtechnische Entwicklungsvorhaben
betreffend) erweisen sich zunehmend resistenter gegen staatliche
Steuerungsversuche mit konventionellen Politikinstrumenten.
Das hat im politisch-administrativen System und in der Wirtschaft
die Bereitschaft wachsen lassen, mit neuartigen, sog. alternativen
Streitregelungsverfahren zu experimentieren. Sie beruhen vor
allem auf Verhandlungslösungen. Eines davon, das Mediationsverfahren,
hat sich in der Praxis - insbesondere in den USA, Japan und
Kanada - als relativ erfolgreich erwiesen. Es wird in diesem
Beitrag vor dem Hintergrund besonders der Erfahrungen in den
USA beschrieben, weiterhin werden zwei Anwendungsfälle
in der Bundesrepublik Deutschland (Mülldeponie Münchehagen,
Abfallwirtschaftskonzept des Kreises Neuss) dargestellt. Schließlich
wird der Frage nachgegangen, ob und in welcher Weise Mediationsverfahren
als Politikinstrumente angesehen werden können. Die Studie
kommt zu dem Ergebnis, daß Mediationsverfahren Politikinstrumente
eines modernisierten Staates sind und besonders für große,
jedoch lokal/regional überschaubare Konflikte geeignet
sind. In der Bundesrepublik Deutschland sind allerdings noch
mehr praktische Erfahrungen notwendig, um über Erfolgsvoraussetzungen
und Anwendungsgebiete begründete allgemeinere Aussagen
machen zu können. |
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FS
II 93-302 |
Bruckner/Ebeling/Jimenez Montano/Scharnhorst:
Technological Innovations--A Self-Organization Approach. 70 S. |
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Abstract
available only in German. |
Die
Frage nach politischen Regulierungsmöglichkeiten der Massenarbeitslosigkeit
in Ostdeutschland wird auf unabsehbare Zeit nichts von ihrer
Aktualität verlieren. Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften
spielen in diesem Kontext eine nach wie vor prominente Rolle,
auch wenn ihr Gewicht innerhalb der aktiven arbeitsmarktpolitischen
Ansätze und Instrumentarien durch die Veränderungen
der Förderkriterien der Bundesanstalt für Arbeit etwa
ab Mitte 1993 abnehmen wird. In dieser exemplarischen Fallstudie
wird zum einen der Politikprozeß der Entwicklung und Arbeit
einer kommunalen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft
herausgearbeitet, um zum zweiten darauf aufbauend die Kooperationsbeziehungen
und -strukturen der beteiligten Akteure zu verdeutlichen. Ebenso
wie in einer weiteren, bereits veröffentlichten Fallstudie
(FS2 92-203) geht der Autor dabei von der These aus, daß
eine absichtsvolle - strategische - Kooperation der Akteure
unter den gegebenen politisch-ökonomischen Rahmenbedingungen
die Chance einer Beschäftigungsgesellschaft erhöht,
nicht nur zeitlich befristet soziale Auffangstation oder Träger
arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen zu sein, sondern darüber
hinaus strukturpolitische Impulse geben zu können. Technologische
Innovationen wurden in der Literatur mit Hilfe von Substitutions-
und Diffusions- sowie Evolutionsmodellen untersucht, wobei jeder
der Zugänge einen anderen Aspekt des Innovationsproblems
beinhaltet. In früheren Arbeiten zu Selbstorganisationsmodellen
komplexer Prozesse wurde von verschiedenen Autoren der evolutionstheoretische
Zugang vorgeschlagen. Der Evolutionsaspekt des Innovationsproblems
besteht vor allem in der Beschreibung der Innovation als (amplifizierter)
struktureller Fluktuation. In dieser Sichtweise ist der Substitutions-
und Diffusionsaspekt des Problemseingeschlossen und muß
reinterpretiert werden. Die Frage, wie das Substitutionsproblem
evolutionstheoretisch behandelt werden kann, ist Gegenstand
dieser Arbeit. Im Gegensatz zu den bisher in der Literatur vorfindlichen
Methoden benutzen die Verfasser einen Mastergleichungsformalismus,
um die Rolle der Fluktuationen im Substitutionsprozeß
zu untersuchen. Auf diese Weise kann gezeigt werden, daß
die bekannten klassischen Ergebnisse von Fisher und Pry sowie
die Resultate von Batten und Bhargava zu den Bedingungen des
Übergangs zu einer neuen Technologie in einem stochastischen
Substitutionsmodell verallgemeinert werden müssen. Erstmalswerden
analytische Ausdrücke für die Überlebenswahrscheinlichkeit
einer neuen Technologie in kleineren und größeren
Ensembles untersucht, mit deren Hilfe die Autoren einen spezifischen
Nischeneffekt nachweisen können, der neben anderen wichtigen
Effekten im ersten Stadium der Durchsetzung einer neuen Technologie
in Erscheinung tritt. Sie zeigen damit, wie eine Hyperselektionssituation
(Ayres 1991) in einem stochastischen Modell bewältigt und
Schwellwerte gegen die Durchsetzung einer neuen Technologie
in einem Stufenprozeß überwunden werden können. |
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FS
II 93-303 |
Wolfgang
van den Daele: Sozialverträglichkeit und Umweltverträglichkeit.
Inhaltliche Mindeststandards und Verfahren bei der Beurteilung
neuer Technik. 36 S. |
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Abstract
available only in German. |
Untersucht
werden in diesem Beitrag die Bedeutung und die Funktion von
Standards der Sozialverträglichkeit in der Auseinandersetzung
um die politische Regulierung technischer Dynamik. Lassen sich
diese Standards unabhängig von konkreten politischen Zielvorgaben
durch Rekurs auf Kriterien sozialer Stabilität oder Lebensfähigkeit
operationalisieren? Entsprechende Versuche,"Umweltverträglichkeit"
durch ökologische Stabilität zu definieren, sind gescheitert.
Es kann lediglich eine regulative Idee der ökologischen
Integrität formuliert werden (Nullbelastung), die eine
Richtung für die Minimierung von Eingriffen vorgibt. Für
die Definition von "Sozialverträglichkeit" gibt
es weder ein brauchbares Kriterium sozialer Stabilität
noch ein definierbares Ideal sozialer Nullbelastung. Sozialverträglichkeitsprüfungen
sind eine besondere Arena des Konflikts um das Verfahren bei
der Beurteilung neuer Technik und die Inhalte der politischen
Reaktionen auf technische Dynamik. Aber sie liefern keine neuen
Metakriterien der Gesamtverträglichkeit, an denen diese
Reaktionen sich orientieren könnten. Ihre Hauptfunktion
besteht in der Aktualisierung von Informations- und Teilhabeansprüchen. |
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FS
II 93-304 |
Broder Breckling:
Naturkonzepte und Paradigmen in der Ökologie. Einige Entwicklungen.
53 S. |
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Abstract
available only in German. |
Der wissenschaftlichen
Ökologie wird eine wesentliche Bedeutung zugeschrieben,
wenn es darum geht, die Folgen gesellschaftlicher Einwirkung
auf Natur zu bestimmen. Um unerwünschte Entwicklungen frühzeitig
zu erkennen und tragfähige Kriterien für den Naturumgang
zu entwickeln, muß sie - praktisch wie theoretisch - erheblichen
Anforderungen genügen. Da Naturbeobachtung und Experiment
notwendig theoriegeleitet sind, stellt sich die Frage nach dem
Stand der Theorie-Entwicklung in der Ökologie. Er wird
in dieser Studie an verschiedenen Beispielen diskutiert. Am
Sukzessionsbegriff, der die selbstorganisierte Veränderung
der Organismengemeinschaft an einem Standort während einer
längeren Zeitspanne bezeichnet und eines der am längsten
bearbeiteten Themen ökologischer Theorie ist, läßt
sich zeigen, daß Theoriebildung nicht losgelöst von
gesellschaftlichen Topoi erfolgt. Sowohl das ältere, organizistische
Sukzessionskonzept als auch das systemtheoretische Konzept weisen
erkennbare gesellschaftliche Prägungen auf. Auch der ökologische
Stabilitätsbegriff reflektiert in deutlicher Weise gesellschaftliches
Interesse, krankt aber daran, daß über ihn bisher
keine einheitliche Auffassung hergestellt werden konnte. Der
Stand der Diskussion hierzu ist sowohl terminologisch als auch
konzeptionell unbefriedigend. Konsequenzen der Theoriebildung
für die Forschungspraxis werden thesenartig am Beispiel
des Indikatorenprojekts erläutert, das vom BMFT zu Beginn
der 80er Jahre initiiert wurde, um Möglichkeiten der Verbesserung
des Chemikalienumgangs im Hinblick auf den Naturhaushalt zu
ermitteln. Abschließende Thesen zu den Perspektiven derökologischen
Theoriebildung machen deutlich, daß die ökologische
Theorie insgesamt ein wenig einheitliches, offenes und zur Zeit
in einer deutlichen Neuorientierung begriffenes Gebiet ist. |
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FS
II 93-305 |
Karin
Pfingsten: Konflikte um die Abfallwirtschaft: Erscheinungsformen,
Hintergründe und Bewältigungsstrategien. Schriften zu Mediationsverfahren
im Umweltschutz Nr. 4. 91 S. |
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Abstract
available only in German. |
In dieser
Arbeit analysiert die Autorin das Konfliktfeld "Abfallwirtschaft"
und arbeitet die einschlägige sozialwissenschaftliche Literatur
- insbesondere die empirische Forschung - auf. Der Umgang mit
Abfällen aus Produktion, Handel und Konsum ist für
Industrieländer wie dieBundesrepublik Deutschland zu einem
Problem mit hohem gesellschaftlichen Konfliktpotential geworden.
Im vorliegenden Papier wird die Abfallproblematik unter sozialwissenschaftlichem
Blickwinkel analysiert. Schwerpunktmäßig wurde dabei
die einschlägige sozialwissenschaftliche Literatur berücksichtigt,
vor allem relevante empirische Forschungsergebnisse ausgewertet.
Daneben wurden Daten zur Abfall- und Entsorgungssituation und
Arbeiten zu rechtlich-administrativen Regelungen herangezogen.
Gesellschaftliche Konflikte um die Abfallwirtschaft werden zumindest
mittelfristig in der umweltpolitischen Arena einen dominierenden
Stellenwert behalten. Die Analyse verschiedener Konfliktbewältigungsstrategien
zeigt, daß keine Patentlösung existiert. Eine effektivere
Problembewältigung und eine produktivere Konfliktaustragung
sind jedoch wahrscheinlicher, wenn progressive abfallpolitische,
technische und planerische Ziele konsequent verfolgt werden.
Abfallwirtschaftliche Planungs- und Entscheidungsprozesse sollten
um erweiterte Informations- und Partizipationsmöglichkeiten
ergänzt werden. Der Einsatz von Kompensationsmaßnahmen
könnte in Einzelfällen sinnvoll sein, um ungerechte
Kosten-Nutzen-Verteilungen auszugleichen. Dagegen scheint die
Verfolgung einer staatlichen Durchsetzungsstrategie nicht geeignet,
die verhärteten Fronten aufzubrechen und die (gemeinsame)
Suche nach adäquaten Problemlösungen zu fördern.
In traditionellen Verwaltungsverfahren bereitet es oft Schwierigkeiten,
Forderungen nach "neuen" Umgangsformen und erweiterten
Mitwirkungsmöglichkeiten umzusetzen. Dafür bieten
sich innovative Konfliktlösungsansätze an, die auf
Verhandlungslösungen basieren. Bisherige Erfahrungen zeigen,
daß insbesondere Mediationsverfahren, bei denen eine neutrale
Person (Mediator oder Mediatorin) den Konfliktbeteiligten dabei
hilft, eine einvernehmliche Problemlösung zu erzielen,
zur Regulierung von Umweltkonflikten vielversprechend sind.
Die Erprobung solcher "alternativen" Konfliktregulierungsverfahren,
erfordert den Mut und die Bereitschaft zu Verfahrensexperimenten.
Ein Versuch erscheint dennoch lohnend: Die Wahrscheinlichkeit,
zu sachgerechten und gemeinsam getragenen Problemlösungen
zu kommen, wird damit gesteigert. |
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Last change: 2005-03-22 13:36 |
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