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Beendete ForschungsprogrammeZivilgesesellschaft und transnationale Netzwerke

Beendete Forschungsprogramme

Abteilung Zivilgesesellschaft und transnationale Netzwerke





Zusammenfassungen der WZB - Discussion Papers



 
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>SP IV 2005-101
Kristine Kern, Stefan Niederhafner, Sandra Rechlin and Jost Wagner:
Kommunaler Klimaschutz in Deutschland — Handlungsoptionen, Entwicklung und Perspektiven, 107 Seiten.
   
Deutsche Zusammenfassung

In der vorliegenden Studie werden die Handlungsoptionen deutscher Kommunen als Akteure im Klimaschutz untersucht. Gerade auf lokaler Ebene ist die Durchführung entsprechender Maßnahmen unverzichtbar, sollen die global, europaweit und national angestrebten CO2-Reduktionsziele erreicht werden. Hierbei werden die Handlungsoptionen der Kommunen vor allem durch die ihnen im deutschen Staatsaufbau zukommenden Aufgaben, durch ihre finanzielle Situation und zunehmend durch die Richtlinien der EU bestimmt. Vor diesem Hintergrund werden im zweiten Abschnitt die rechtlichen Grundlagen für kommunale Klimaschutzaktivitäten herausgearbeitet, die verschiedenen Rollen aufgezeigt, die Kommunen in ihrem klimapolitischen Handeln einnehmen können, und die einzelnen Handlungsfelder näher beleuchtet. Darüber hinaus werden vor dem Hintergrund der fortschreitenden Europäisierung die drei transnationalen Städtenetzwerke im Bereich des Klimaschutzes vorgestellt, in denen sich europäische Kommunen zum Austausch ihrer Erfahrungen und zum direkten Lobbying der politischen Institutionen der EU organisieren. Im dritten Abschnitt wird auf Basis einer umfassenden Umfrage mittels leitfadengestützter Telefoninterviews der aktuelle Stand lokaler Klimaschutzmaßnahmen in deutschen Großstädten untersucht. Hier geht es um die Frage, wie die Kommunen ihre Handlungsoptionen nutzen, und welche Rolle die transnationale Vernetzung dabei spielt. Im vierten Abschnitt folgt eine qualitativ-vergleichende Analyse dreier deutscher Erfolgsfälle im Bereich des lokalen Klimaschutzes: Heidelberg, Frankfurt am Main und München. Basis des Vergleichs sind Fallstudien, die vor allem die institutionelle Verankerung, die Kapazitäten, die Schwerpunkte und die Rolle der transnationalen Städtenetzwerke in der lokalen Klimaschutzpolitik eingehend untersuchen. Durch die anschließende vergleichende Analyse werden zum einen generelle Erfolgsbedingungen für lokalen Klimaschutz, zum anderen spezifische Strategien herausgearbeitet, mit denen die Kommunen auf lokale Problemlagen reagieren. Im fünften und letzten Abschnitt werden diese Ergebnisse zusammengefasst, übergreifende Schlussfolgerungen gezogen und die Perspektiven lokaler Klimaschutzpolitik in Deutschland eingeschätzt. (AutorInnenreferat)

   
   
   
>SP IV 2005-102
Weidner, Helmut 2005: Global equity versus public interest? The case of climate change policy in Germany, 94 Seiten.
   
Deutsche Zusammenfassung

In dieser Studie geht es um die Frage, welche Rolle globale Fairness-Normen in der deutschen Nachhaltigkeitspolitik spielen. Sie wird am Beispiel der Klimapolitik Deutschlands, und zwar auf der nationalen und der lokalen (Lokale-Agenda-21-Prozesse) Ebene untersucht. Fokussiert werden insbesondere die Spannungen, die zwischen Fairness-Konzepten auftreten, die einerseits auf den globalen Raum und andererseits den Nationalstaatsraum bezogen sind. Das betrifft insbesondere Spannungen zwischen konsensbasierten Normen globaler Gerechtigkeit und nationalen Gemeinwohlerfordernissen. In der realen Klimapolitik erweist sich, dass diese Bezüge selten systematisch analysiert und diskutiert werden. Das gilt für die öffentliche Diskussion ebenso wie für den Wissenschaftsbereich. Hieraus folgt unter anderem, dass es zwar eine breite öffentliche Unterstützung für eine progressive Klimapolitik auf der Basis globaler Gerechtigkeitsnormen gibt, diese Unterstützung aber in weitgehender Unkenntnis über die sozioökonomischen Verteilungsfolgen einer solchen Politik für die Bevölkerung innerhalb Deutschlands erfolgt. Die negativen Equity-Konsequenzen der Klimapolitik innerhalb Deutschlands stehen völlig im Schatten der dominierenden globalen Fairness-Debatte. Gleichwohl sind die konkreten Politiken vom (pragmatischen) Konzept der 'ökologischen Modernisierung' bestimmt, das weitgehend mit konventionellen Gemeinwohlvorstellungen übereinstimmt. Das 'Nachhaltigkeitskonzept', dem das Ziel globaler Gerechtigkeit zugrunde liegt, beherrscht hingegen die programmatisch-rhetorische Ebene der globalen Klimapolitik beherrscht. (AutorInnenreferat)

   

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Letzte Änderung: 2005-10-18 16:09